Kein Branding per SEM?

Seit einigen Tage kursiert eine Studie von Microsoft/ Atlas, die aussagt, dass Markenartikler besser keine Markennamen bei ihren SEM-Kampagnen buchen sollten, sondern lieber generische Begriffe. Zudem sei es wichtig im Index eine gute Positionierung zu erlangen.

Warum keine Markennamen buchen? Weil die Nutzer, wenn sie eine bestimmte Marke suchen diese eh gleich als URL eingeben bzw. schon so sehr mit der Marke verbunden sind, dass sie keine Neukunden sind, sondern schon einen engen Bezug zur Marke haben.

Hm - aber irgendwann müssen die Nutzer einmal etwas von der Marke gehört haben. Und da Menschen vergesslich sind, sollte man sie des öfteren mal an die eigene Existenz erinnern, ein Auto ist ein Auto - aber ein Porsche ist ein Porsche und kein Golf! Die meisten markenbewussten Menschen erwarten zudem von “ihrer” Marke, dass diese eine gewisse Präsenz auf allen relevanten Werbeträgern hat, und dazu gehören auch AdWords.

Die meisten Werbenden und die sie beratenen Agenturen in Deutschland werden sicher weiterhin den Wert ihrer Marke erkennen und darin investieren - wie Thomas Eisinger von Explido heute in ibusiness.de bemerkte, machen Markenartikler für Branding meist mehr Geld locker als für reines Vertriebsmarketing.

Vielleicht sollte man doch noch einmal hinterfragen, warum diese Studie gemacht und veröffentlicht wurde - möchte Microsoft die Werbewelt daran erinnern, dass man auch bei ihnen suchen und buchen kann? Oder gibt man damit den Bereich des Keyword-Advertising verloren und versucht noch einmal sachte bei Yahoo und Google nachzutreten?

Einige interessante Gedanken hierzu und in andere Richtungen findet man im rkgblog von George Michie.

Und die Studie landet in der Rundablage … .

Geschrieben von dombrowski am 27. August 2007 | Abgelegt unter Marken, Markt |

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